Mittelverteilung innerhalb der Verpflichtungskredite

Mit der Botschaft zur IZA-Strategie 2021–2024 wurden DEZA, SECO und AFM fünf Verpflichtungskredite über 11,25 Milliarden Franken zur Verfügung gestellt und eine indikative Zuweisung auf Themen, Modalitäten oder Regionen vorgenommen. Die Krisen und Konflikte der letzten Jahre bedingten zahlreiche Programmanpassungen mit erheblichen finanziellen Auswirkungen. Dennoch zeigt sich nach drei Jahren, dass die Vorgaben mehrheitlich eingehalten werden.

Die fünf Verpflichtungskredite des IZA-Budgets. Entwicklungszusammenarbeit, Humanitäre Hilfe, Wirtschaftliche Entwicklung sowie Friedensförderung und menschliche Sicherheit.

Aufteilung des Budgets der Internationalen Zusammenarbeit der Schweiz auf die fünf Verpflichtungskredite. © EDA

Verpflichtungskredit «Humanitäre Hilfe»

81% des Verpflichtungskredits Humanitäre Hilfe sind für die Nothilfe bestimmt. 19% für Prävention und Wiederaufbau.
Verpflichtungskredit «Humanitäre Hilfe». © EDA

15 Prozent des Verpflichtungskredites «Humanitäre Hilfe» entfielen auf reguläre und ausserordentliche Beiträge zugunsten des IKRK-Hauptsitzes.
(vgl. Tabelle 2, Botschaft zur IZA-Strategie 2021-2024, Seite 57)

Indikative Vorgaben über die gesamte Botschaftsperiode

(vgl. Anhang 6, Botschaft zur IZA-Strategie 2021–2024, Seite 90):  

  • Nothilfe: 80%
  • Prävention und Wiederaufbau: 20%

Verpflichtungskredit «Entwicklungszusammenarbeit»

Aufteilung Verpflichtungskredit Entwicklungszusammenarbeit. 10 % Schweizer NGO’s, 11 % Globalprogramme, 40 % bilaterale Zusammenarbeit, 39 % multilaterale Organisationen.
Verpflichtungskredit «Entwicklungszusammenarbeit». © EDA

Indikative Vorgaben über die gesamte Botschaftsperiode

(vgl. Anhang 6, Botschaft zur IZA-Strategie 2021–2024, Seite 90):  

Entwicklungszusammenarbeit:

  • Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit EDA: 40%
  • Globalprogramme und Initiativen: 12%
  • Kernbeiträge an Schweizer NGO: 7%
  • Allg. Beiträge an multilaterale Organisationen: 41% 

Weitere Informationen «Kernbeiträge an Schweizer NGO»

Aufteilung der Kernbeiträge an Schweizer NGO auf die Verpflichtungskredite

Aus dem Verpflichtungskredit «Entwicklungszusammenarbeit» wurden 87 Prozent der Kernbeiträge an Schweizer NGO geleistet. Der Rest entfällt auf die Verpflichtungskredite «Humanitäre Hilfe» und «Entwicklungszusammenarbeit Ost».

Mehr Informationen zu den vertraglichen Verpflichtungen der IZA mit Schweizer NGO, siehe Bericht des Bundesrates in Erfüllung des Postulates 20.4389 Schneider-Schneiter vom 2. Dezember 2020

Geografische Aufschlüsselung «Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit EDA»

59% der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit der DEZA gingen nach Subsahara-Afrika, 25 nach Asien, 11% nach Nordafrika und Mittlerer Osten und 5 nach Lateinamerika.
Geografische Aufteilung der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit EDA. © EDA

Indikative Vorgaben über die gesamte Botschaftsperiode 

(vgl. Anhang 6, Botschaft zur IZA-Strategie 2021–2024, Seite 90):  

Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit EDA:

  • Davon Subsahara-Afrika: rund 60%
  • Davon Nordafrika und Mittlerer Osten: rund 11%
  • Davon Süd- und Südostasien: rund 28%
  • Davon Lateinamerika: rund 1%

Ausstiegsprozess aus Lateinamerika und der Karibik

Zum ersten Mal zieht sich die DEZA aus einer gesamten Region zurück. In Lateinamerika und der Karibik war sie über 60 Jahre lang aktiv gewesen. Der Ausstieg erfolgte sukzessive. Die Ausgaben wurden von Jahr zu Jahr reduziert. Es war das erklärte Ziel, diesen Prozess verantwortungsvoll zu gestalten, um die Resultate nachhaltig abzusichern. Das Erreichte soll auch nach dem Ende der Finanzierung durch die DEZA Bestand haben und die angestossenen Prozesse von anderen Akteuren weitergeführt werden (weitere Informationen zum Ausstiegsprozess).

Die Covid-19-Pandemie hat Lateinamerika und die Karibik besonders heftig getroffen. Zu Beginn der Strategieperiode stand somit unvorhergesehen die humanitäre Hilfe und die Anpassung von bestehenden Programmen auf den Kontext der Pandemie im Fokus, was zu Erschwernissen im Ausstiegsprozess geführt hat. Die Projektmittel wurden über die letzten drei Jahre stetig reduziert und der Gesamtprozess wird termingerecht per Ende 2024 abgeschlossen sein.

Aufschlüsselung «Allgemeine Beiträge an multilaterale Organisationen»

33 % der multilateralen Beiträge gehen an UN-Organisationen und globale Fonds und Netzwerke. 67% gehen an Internationale Finanzinstitutionen.
Aufteilung der multilateralen Beiträge auf die Verpflichtungskredite. © EDA

Darin nicht eingeschlossen sind Beiträge an humanitäre multilaterale Partnerorganisationen (darunter beispielsweise das Welternährungsprogramm oder das IKRK), welche aus dem Verpflichtungskredit «Humanitäre Hilfe» finanziert werden.

80 Prozent der Beiträge an Internationale Finanzinstitutionen entfielen auf die Wiederauffüllung der Mittel der internationalen Entwicklungsorganisation (IDA) der Weltbank.
(vgl. Tabelle 2, Botschaft zur IZA-Strategie 2021-2024, Seite 57)

Indikative Vorgaben über die gesamte Botschaftsperiode 

(vgl. Anhang 6, Botschaft zur IZA-Strategie 2021–2024, Seite 90):  

Allgemeine Beiträge an multilaterale Organisationen:

  • Davon internationale Finanzinstitutionen: 66%
  • Davon UN-Organisationen sowie globale Fonds und Netzwerke: 34%

Verpflichtungskredit «Wirtschaftliche Entwicklungszusammenarbeit»

55% des Verpflichtungskredits Wirtschaftliche Entwicklungszusammenarbeit gehen in bilaterale Massnahmen. 45 % in globale und regionale Massnahmen.
Verpflichtungskredit «Wirtschaftliche Entwicklungszusammenarbeit». © EDA

7 Prozent des Verpflichtungskredites «Wirtschaftliche Entwicklungszusammenarbeit» entfielen auf Darlehen/Beteiligungen und 2 Prozent auf Investitionsbeiträge Entwicklungsländer.
(vgl. Tabelle 2, Botschaft zur IZA-Strategie 2021–2024, Seite 57)

Indikative Vorgaben über die gesamte Botschaftsperiode

(vgl. Anhang 6, Botschaft zur IZA-Strategie 2021–2024, Seite 90):

Wirtschaftliche Entwicklungszusammenarbeit:

  • Bilaterale Massnahmen: 60%
  • Globale – regionale Massnahmen: 40%

Verpflichtungskredit «Entwicklungszusammenarbeit Ost»

61% des Verpflichtungskredits Entwicklungszusammenarbeit Ost werden von der DEZA umgesetzt.39% vom SECO.
Verpflichtungskredit «Entwicklungszusammenarbeit Ost». © EDA

Indikative Vorgaben über die gesamte Botschaftsperiode

(vgl. Anhang 6, Botschaft zur IZA-Strategie 2021–2024, Seite 90):

Entwicklungszusammenarbeit Ost:

  • Entwicklungszusammenarbeit, Länder des Ostens (DEZA): 66%
  • Wirtschaftliche Entwicklungszusammenarbeit, Länder des Ostens (SECO): 34%

Verpflichtungskredit «Friedensförderung und menschliche Sicherheit»

66 Prozent des Verpflichtungskredits Friedensförderung und menschliche Sicherheit gehen in die Friedensförderung. 23 in die Menschenrechts- und 11 Prozent in die Humanitäre Politik und Migrationspolitik.
Thematische Aufschlüsselung des Verpflichtungskredits «Friedensförderung und menschliche Sicherheit». © EDA

Indikative Vorgaben über die gesamte Botschaftsperiode

(vgl. Anhang 6, Botschaft zur IZA-Strategie 2021–2024, Seite 90):

Thematische Verteilung Friedensförderung und menschliche Sicherheit:

  • Friedensförderung: 60%
  • Menschenrechtspolitik: 25%
  • Humanitäre Politik und Migrationsaussenpolitik: 15%
38% des Verpflichtungskredits Friedensförderung und menschliche Sicherheit gingen nach Nordafrika und Mittlerer Osten. 28 nach Subsahara-Afrika. 20 in den OSZE Raum. 14 in weiter Länder.
Geografische Aufschlüsselung des Verpflichtungskredits «Friedensförderung und menschliche Sicherheit». © EDA

Indikative Vorgaben über die gesamte Botschaftsperiode

(vgl. Anhang 6, Botschaft zur IZA-Strategie 2021–2024, Seite 90):

Geografische Verteilung Friedensförderung und menschliche Sicherheit: 

  • Subsahara-Afrika: 25%
  • Nordafrika und Mittlerer Osten: 45%
  • OSZE-Raum: 15%
  • Weitere Länder: 15%

Klima

Die Bekämpfung des Klimawandels und die Anpassung an seine Folgen stellt ein thematischer Schwerpunkt der IZA-Strategie 2021–2024 dar. Im Vergleich zur vorhergehenden Strategieperiode sollten deshalb die Mittel in diesem Bereich bis 2024 auf 400 Millionen Franken pro Jahr (rund 15 Prozent der IZA-Mittel) erhöht werden. Diese Ausgaben werden aus den vier Verpflichtungskrediten finanziert, die DEZA und SECO zur Verfügung stehen.

Die untenstehende Tabelle verdeutlicht, dass die eingesetzten Mittel im Klimabereich laufend ansteigen und dass das Finanzierungsziel erreicht wurde.

Berichtsjahr
Berichtsjahr
Berichtsjahr
2021 2022 2023
Klima-Ausgaben 450 Mio. CHF 469 Mio. CHF 519 Mio. CHF (Stand 11.04.2024)
Anteil Klima-Ausgaben an Gesamtmitteln der IZA 19% 18% 19%
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