Burkina Faso

Die Schweiz engagiert sich in Burkina Faso in der Armutsbekämpfung und legt dabei den Schwerpunkt auf drei Bereiche: Gouvernanz und Demokratie, Grundschul- und Berufsbildung sowie lokale Wirtschaftsförderung. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Regionen im Osten, mittleren Westen und Norden des Landes.

Karte von Burkina Faso
© EDA

Nach dem Volksaufstand im Oktober 2014 ist das seit Dezember 2015 herrschende Regime mit hohen Erwartungen der Bevölkerung und einer verschärften Sicherheitslage konfrontiert. Davon zeugen der Terroranschlag in Ouagadougou im Januar 2016 und die Überfälle in den Grenzgebieten im Norden des Landes. Trotz eines Wirtschaftswachstums von nahezu vier Prozent, das auch dank der Vermarktung natürlicher Ressourcen wie Gold, Baumwolle und Karité-Nüsse erzielt wird, zählt Burkina Faso nach wie vor zu den ärmsten Ländern der Welt. Etwa 80 Prozent der Bevölkerung lebt von der Subsistenzwirtschaft (Getreideanbau), die im Familienverband betrieben wird. 

Gouvernanz und Demokratie

Die Schweiz setzt sich für die Stärkung der Fähigkeiten lokaler Akteure ein, mit Fokus auf dem Demokratisierungsprozess und der Partizipation. Sie leistet Unterstützung beim Ausbau und Unterhalt der Handels-, Wasser- und Strasseninfrastruktur und fördert die partizipative Bereitstellung guter öffentlicher Dienstleistungen. Seit 2002 wurden im Osten des Landes über 300 Kilometer Landstrassen gebaut. Dadurch wurde der Lebensraum von mehr als 500’000 Men­schen besser erschlossen, und während der Bauzeit wurden über 900 Arbeitsplätze geschaffen.

Staats- und Wirtschaftsreformen

Grund- und Berufsbildung

Die Schweiz unterstützt diverse Programme, die die Qualitätsförderung im Bildungsbereich zum Ziel haben: 

  • Ausbildung von Lehrkräften

  • Ausarbeitung von Lehrmitteln

  • Schulungsangebote für Kinder und Erwachsene, die keinen Zugang zu Bildung haben

  • Berufsbildungsangebote 

Für die Förderung der Berufsbildung arbeitet die Schweiz mit Berufsverbänden, dem Privatsektor und regionalen öffentlichen Dienstleistern zusammen. Seit 2012 konnten mit Hilfe eines vom Staat und von internationalen Geldgebern gemeinsam finanzierten Fonds Alphabetisierungskurse für mehr als 250’000 Personen, davon 60 Prozent Frauen, finanziert werden. Darüber hinaus wurden über eine Million Lehrmittel abgegeben.

Grund- und Berufsbildung

Lokale Wirtschaftsförderung

Die Schweiz unterstützt die Modernisierung der landwirtschaftlichen Familienbetriebe in verschiedenen Bereichen mit dem Ziel, Arbeitsplätze zu schaffen und die Einkommen der Produzentinnen und Produzenten zu steigern und die Ernährungssicherheit zu stärken. Sie engagiert sich im 

  • Gemüseanbau

  • der Reisproduktion

  • sowie für Nichtholzerzeugnisse des Waldes wie Früchte, Samen, Sheanüsse und Blätter 

Dabei geht es um die Verbesserungen bei Produktion, Verarbeitung und Vermarktung der Landwirtschaftsprodukte. Die Unterstützung der Schweiz an Bauernorganisationen trägt dazu bei, dass die Landwirtinnen und Landwirte Einfluss auf die nationale Politik nehmen können. Seit 2007 konnten in landwirtschaftlichen Schulungsbetrieben über 8500 Gemüsebäuerinnen und -bauern (40% Frauen) im Einsatz innovativer Techniken geschult werden, was eine Ertragssteigerung von rund 30% zur Folge hatte. 

Landwirtschaft und Ernährungssicherheit

Geschichte der Zusammenarbeit

Die Schweiz ist seit 1974 durch die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) in Burkina Faso vertreten. Seit 1994 unterstützt das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) die burkinische Regierung zudem in ihren Bemühungen, die Wirtschaft des Landes anzukurbeln, mit Budgethilfe und technischer Hilfe. Die Schweiz legt in ihrer Kooperationsstrategie in Burkina Faso 2017–2020 den Fokus auf die Regionen im Osten, mittleren Westen und Norden des Landes. Sie setzt sich für die Förderung der lokalen Wirtschaft, für die Grund- und Berufsbildung sowie für gute Regierungsführung und Demokratie ein. Das Globalprogramm Migration und Entwicklung der DEZA führt in Burkina Faso eine Reihe von Aktivitäten im Bereich Mobilität und Migration durch. Durch Kulturförderungsmassnahmen sollen Bildungs-, Reflexions- und Ausdrucksräume hauptsächlich für die Jugend geschaffen werden.

Aktuelle Projekte

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PREST 5, Pistes rurales et désenclavement à l’Est

01.01.2016 - 31.12.2020

Les routes constituent un soutien à la croissance économique par la mobilité des personnes et des marchandises. Au Burkina Faso, elles demeurent en deçà des besoins et des référentiels de l’espace UEMOA. Partant de ce constat et sur l’expérience de la DDC, le gouvernement a souhaité que la Suisse finance conjointement un projet d’infrastructures et de mobilité avec la Banque Mondiale avec la méthode haute intensité de main d’œuvre (HIMO). Un inventaire des initiatives basées sur la méthode HIMO dans les 13 régions a été lancé en vue d’élaborer une politique nationale HIMO. La DDC s’engage à contribuer à ce projet et valorise la méthode HIMO à l’échelle nationale.


Technical assistance for the Central Tax Administration, Phase II

01.04.2016 - 31.03.2020

Burkina Faso is fighting against poverty and social inequality. Increased transparency and better domestic revenue mobilization help in dealing with those challenges. Additional resources – coming from a more efficient tax administration – allow the country to develop further while reducing external dependence. SECO funded a first phase of the project to the Central Tax Administration (2009-2014). The encouraging results obtained, also with regard to the fight against corruption, have allowed planning for a second phase to ensure sustainability of the progress made. Many crucial lessons have been learned. This allows to tackle this project with confidence in a context of political renewal and economic challenges in Burkina Faso.

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