Finanzierung des Klimaschutzes

Die Mitglieder des Grünen Klimafonds an seinem 22. Boardmeeting.
Die Schweiz setzt sich im Grünen Klimafonds dafür ein, dass die Bedürfnisse der vom Klimawandel am meisten betroffenen Bevölkerungsschichten berücksichtigt werden. © UNFCCC

Die Klimaerwärmung beeinträchtigt die wirtschaftliche Entwicklung und droht Fortschritte in der Armutsreduktion zu zerstören. Daher schliesst die Schweiz die Bekämpfung des Klimawandels und seine weltweiten Auswirkungen in ihrer internationalen Entwicklungspolitik ein. Sie stellt im Rahmen von Entwicklungsprojekten sowie über internationale Finanzierungsmechanismen Fachwissen, technische Lösungen und finanzielle Mittel für den Klimaschutz bereit.

Fokus der DEZA

Menschen in Entwicklungsländern sind den Folgen der Klimaerwärmung besonders stark ausgesetzt, weil sie für ihren Lebensunterhalt direkt von natürlichen Ressourcen abhängig sind. Die Anpassung an den Klimawandel erfordert finanzielle und technische Kapazitäten, die diesen Ländern häufig fehlen. Der Klimawandel beeinträchtigt die wirtschaftliche sowie die soziale Entwicklung weltweit und gefährdet bereits erreichte Fortschritte.

Synergien mit dem Mandat zur Armutsreduktion

Die Schweiz engagiert sich international für den Klimaschutz und strebt einen wirksamen Einsatz ihrer finanziellen Mittel zugunsten der Entwicklungsländer an. Sie berücksichtigt die Herausforderungen, mit denen ihre Partnerländer konfrontiert sind, und bettet ihre eigenen Massnahmen in eine langfristig ausgerichtete Strategie zur Verringerung der globalen Armut ein. Im Hinblick auf diese Ziele schafft die DEZA Synergien zwischen dem Klimaschutz und zum Beispiel der Verbesserung der Ernährungssicherheit oder der Gouvernanz, um einen optimalen Einsatz der öffentlichen Entwicklungshilfe sicherzustellen.

Internationale Finanzierungsmechanismen

Die Schweiz hat Einsitz in den Steuerungsgremien der wichtigsten Klima- und Umweltfonds. Die DEZA setzt sich in diesen Institutionen insbesondere dafür ein, dass die Bedürfnisse der ärmsten Länder angemessen berücksichtigt werden. Sie stützt sich bei dieser Arbeit auf ihren langjährigen Erfahrungen in ihren Partnerländern. Sie achtet darauf, dass die Politiken, die Verfahren und die für den Klimaschutz aufgewendeten Gelder den schwächsten Menschen, Gemeinschaften und Regionen langfristig dienen.

Die DEZA war zu diesem Zweck aktiv an der Schaffung des Grünen Klimafonds (Green Climate Fund, GCF) beteiligt. Der Fonds hat zum Ziel klimafreundliche Massnahmen von Entwicklungsländer zu finanzieren, um so die nachhaltige Entwicklung zu stärken. Der Grüne Klimafond ist heute zentrales Instrument der internationalen Klimafinanzierung. Mit ihrem Einsitz in dessen Steuerungsgremium setzt sich die DEZA aktiv für mehr multilaterale Zusammenarbeit und die Förderung innovativer Lösungsansätze ein.

Die DEZA, das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und das Bundesamt für Umwelt (BAFU) leisten finanzielle Beiträge an die internationalen Finanzierungsmechanismen für Klimaschutz- und Anpassungsmassnahmen. So leistete die Schweiz für den Zeitraum 2015–2017 einen ersten Beitrag in Höhe von rund 100 Millionen USD an den GCF.

Hintergrund

Die Schweiz setzt sich dafür ein, dass existierende Lösungen im Kampf gegen den Klimawandel dort zum Einsatz kommen, wo sie die grösstmögliche Wirkung erzielen. Sie wirkt darauf hin, dass die Bedürfnisse der vom Klimawandel am meisten betroffenen Bevölkerungsschichten besonders berücksichtigt werden und nötige Anpassungsmassnahmen ausreichend finanziert werden. Die DEZA setzt mit dieser Arbeit den Auftrag um, den ihr das Bundesgesetz über die internationale Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe erteilt. Die Prioritäten werden im Rahmen von Botschaften festgelegt. Der Klimawandel ist ein Handlungsschwerpunkt der Strategie der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz 2021-2024. Er stellt eine zunehmende entwicklungspolitische Herausforderung dar.

Wachsendes Bewusstsein auf internationaler Ebene

Weil Anpassungsmassnahmen an ein verändertes Klima und der Übergang zu nachhaltigem Wachstum notwendig sind, übernehmen die Industriestaaten, einschliesslich der Schweiz, Verpflichtungen auf internationaler Ebene. Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung bestätigt in ihrem Ziel Nummer 13 die Bedeutung der Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen. Auf der Grundlage des Rahmenübereinkommens der UNO über Klimaänderungen (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) hat sich die Staatengemeinschaft verpflichtet, öffentliche und private Finanzmittel zu mobilisieren. Der Schweiz wird im Umweltbereich aufgrund ihres sorgfältigen und nachhaltigen Umgangs mit der eigenen Natur (z.B. Recycling, Standards bei Gebäuden, Zusammenarbeit mit Privatsektor) und ihrer gleichzeitig hochindustrialisierten Wirtschaft eine hohe Glaubwürdigkeit zugeschrieben. Dies erlaubt es der Schweiz, sich in internationalen Diskussionen proaktiv einzubringen und dort ihren Anliegen Gehör zu verschaffen.

Aktuelle Projekte

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Cosecha de Agua (Water Harvesting)

01.11.2018 - 31.12.2022

This project strengthens the food security of 2,500 families and responds to the challenges of climate change and the economic crisis in Nicaragua’s dry corridor. The second phase of the project is intended to systematize and replicate on a larger scale water harvesting and other practices for more efficient use of water resources. In the interest of enhanced implementation efficiency and effectiveness, the participation of the government is reduced and a contribution to a specialized international organization is proposed.


Plant Variety Protection Legislation and Farmers’ Rights in Developing Countries

01.10.2018 - 31.10.2023

Plant variety protection legislation in accordance with the International Union for the Protection of New Varieties of Plants (UPOV) is gaining importance in developing countries. This kind of legislation often neglects the existing informal seed systems and Farmers’ Rights. SDC supports APBREBES, a network of civil society organizations, to raise awareness and contribute to capacity building on alternative legislation that better reflect smallholders’ needs and practices.


Air Pollution Impact on Health

air polluted suburban area in UB

01.10.2018 - 31.12.2022

This project aims at reducing the risks of air pollution to maternal and child health in urban Mongolia targeting the most polluted areas of Ulaanbaatar and one province centre. This sector governance project establishes evidence linking air pollution and its health impact, pilots and improves risk reduction measures for children and pregnant women, and both will inform policy making. Swiss know-how will be applied, i.e. through involvement of the Swiss Tropical and Public Health Institute.


Réduction de risques de catastrophes naturelles dans le Sud et le Sud-est d’Haïti

01.09.2018 - 31.08.2022

En Haïti, les catastrophes répétées détruisent les actifs des populations, les infrastructures économiques et provoquent des pertes en vies humaines. Elles freinent la croissance et le développement. Le projet vise à réduire les risques naturels via le transfert de compétences aux acteurs locaux, la sensibilisation des populations et la création de conditions favorables à la planification/réalisation des mesures de réduction de risques qui protègent les personnes vulnérables dans trois communes du département Sud-est. 


China: Rehabilitation and management strategy for over-pumped aquifers under a changing climate

01.09.2018 - 31.12.2022

In the past 30 years the aquifers in the North China plain have been over-exploited. Based on cutting-edge Sino-Swiss expertise in real-time groundwater monitoring and modelling, the project will implement groundwater and agricultural management policies to stabilize groundwater levels as a buffer to climate change induced droughts. The project will work with farmers and local authorities to facilitate policy uptake. Findings are relevant for many water-stressed countries and will be shared globally.


Pakistan NDRMF Consultant Disaster Risk Financing

01.09.2018 - 31.12.2019

While Pakistan faces significant disaster risk and an increasing rate of occurrence of hazardous eventsi there is very limited understanding of instruments for Disaster Risk Financing (DRF), like insurance soveretgn risk transfer and preparedness for budget reallocations The DRF Consultant will assist the National Disaster Risk Management Fund (NDRMF) in disaster risk modelltng work including the formulation of a national DRF strategy for Pakistan and DRF instruments which can support Government's efforts to better manage the risks and their significant financial implications.


Disaster Risk Reduction for Sustainable Development in Bosnia and Herzegovina – Joint UN Project

01.09.2018 - 31.12.2022

High exposure to natural hazards coupled with insufficient technical, organizational, and financial capacities of BiH’s institutions and governments directly impede the country’s socio-economic development and increase population vulnerability. This Project, jointly implemented by five UN Agencies, will reduce the social and economic vulnerabilities of citizens and institutions affected by disasters and climate change by introducing and operationalizing an integrated model of disaster risk governance and livelihood enhancement starting with selected local municipalities.


Solar irrigation for Agriculture Resilience (SoLAR)

01.08.2018 - 31.12.2023

Farmers increasingly rely on irrigation to counter rising temperature and rainfall variability, leading to growth in energy demand and depletion of groundwater resources. The project aims to promote solar irrigation as a water-energy solution for climate-resilient and socially inclusive agrarian livelihoods in South Asia. Swiss innovation in groundwater monitoring through electricity use, efficient solar pumps and smart micro grids will be applied in the partner countries.


Backstopping SDC Climate Change and Environment (CC&E) Network

01.07.2018 - 31.12.2023

A climate smart development cooperation requires continuous knowledge management and a sound thematic expertise. The next phase of the Backstopping Support Mandate (BSM) will help to capitalize on SDC’s key learnings, stimulate capacity building, foster mainstreaming and provide thematic support in the field of climate change and environment This will allow the SDC Climate Change and Environment Network and the Global Programme Climate Change (GPCCE) help improve the overall quality of SDC’s operational activities in this thematic field.


ACTED Earthquake response in Chong-Alai region

01.07.2018 - 31.03.2019

To complement and complete the efforts supported by Switzerland in the immediate aftermath of earthquakes in remote Chong-Alai region in May 2017, the project's Phase 2 will provide shelter construction assistance to the remaining vulnerable earthquake-affected households that were unable to re-build their houses. The assistance will be in the form of distribution of construction materials to the remaining affected households and provision of technical assistance on affordable and replicable earthquake-safe construction techniques.


Climate Resilience of IFAD Programmes

01.07.2018 - 31.12.2022

The International Fund for Agricultural Development IFAD is a key partner for Switzerland in the efforts to lift smallholder farmers out of poverty. However, climate change is putting the success of the IFAD’s development programmes at risk. Switzerland supports the integration in all IFAD projects of measures that respond to potential climate threats into all IFAD projects. As a result, farmers become more resilient and Swiss investments through IFAD more sustainable.


Clean Air Project in India (CAP India)

01.07.2018 - 30.09.2023

India is one of the most severely affected countries by air pollution in the world. This project will respond to a demand for support raised in India’s new National Clean Air Programme, with the aim to improve air quality with co-benefits on public health, environment and climate change. Capacity building and technical assistance through Swiss expertise will support data measurement and analysis, city level clean air action plans and awareness raising campaigns to take precautionary measures and mitigate air pollution.

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