Gültig am:
Publiziert am: 02.10.2018

Anpassungen im Kapitel «Grundsätzliche Einschätzung», Beispiele aktualisiert


Reisehinweise Libyen

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.

Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

NEUES CORONAVIRUS (COVID-19):

Das Bundesamt für Gesundheit BAG empfiehlt, weiterhin auf nicht notwendige Auslandreisen zu verzichten. Von dieser Empfehlung ausgenommen sind zurzeit:

  • die Länder des Schengen-Raums (einschliesslich Dänemark, Island und Norwegen) sowie Grossbritannien. Aufgrund der aktuellen epidemiologischen Lage rät das BAG jedoch von nicht notwendigen Reisen in folgende Schengen-Länder ab: Malta, Spanien und Tschechien sowie in bestimmte Gebiete in Frankreich und Österreich. *
  • sowie folgende Länder: Australien, Bulgarien, Georgien, Irland, Japan, Kanada, Neuseeland, Ruanda, Südkorea, Thailand, Tunesien, Uruguay, Vatikan/Heiliger Stuhl und Zypern. *

Dies bedeutet nicht, dass die genannten Länder gleichzeitig ihre Reiserestriktionen aufheben. Die Vorschriften können jederzeit ändern.

Das BAG hat verfügt, dass Personen, die aus Staaten und Gebieten mit erhöhtem Ansteckungsrisiko in die Schweiz einreisen, für zehn Tage in die Quarantäne müssen. Beachten Sie die Liste des BAG, die regelmässig angepasst wird.

* Verbindliche Auskünfte über die Reise-Empfehlungen im Zusammenhang mit Covid-19 und die schweizerischen Quarantänebestimmungen erteilt das BAG.
BAG

Beachten Sie den Fokus neues Coronavirus (Covid-19)

Erkundigen Sie sich vor Auslandreisen bei den ausländischen Vertretungen in der Schweiz (Botschaften und Konsulate) über die aktuell gültigen Einreisevorschriften und anderen Massnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuen Coronavirus.
ausländische Vertretungen in der Schweiz

Staatssekretariat für Migration SEM: Schengen-Staaten

Grundsätzliche Einschätzung

Von Reisen nach Libyen und Aufenthalten jeder Art wird abgeraten.

Die Schweizer Botschaft in Tripolis ist seit dem 31. Juli 2014 geschlossen
Die in Libyen wohnhaften Schweizer Bürgerinnen und Bürger werden durch die Schweizer Botschaft in Tunis betreut.
Schweizer Botschaft Tunis:
Tel. +216 71 191 997
EDA-Helpline:
Tel. +41 800 24-7-365

Die Schweiz hat nur sehr eingeschränkte oder je nach Situation gar keine Möglichkeit mehr, in Notfällen Dienstleistungen oder sonstige Unterstützung für Schweizer Bürgerinnen und Bürger in Libyen zu erbringen.

Die Lage im Land ist unübersichtlich und die Sicherheit ist nicht gewährleistet. In grossen Teilen des Landes herrschen bewaffnete Milizen oder sonstige bewaffnete Kräfte. Es kommt regelmässig zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Davon können unter anderem auch die Städte Tripolis und Bengasi betroffen sein. Zum Beispiel fanden im Sommer 2018 in Tripolis bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Milizen statt.

Im ganzen Land besteht ein hohes Entführungsrisiko. Entführungsopfer werden sowohl libysche wie auch ausländische Staatsangehörige. Beispiele:

  • Im Juli 2018 wurden ein rumänischer und drei libysche Staatsangehörige von einem Erdölfeld im Süden des Landes entführt.
  • Am 13. Januar 2018 wurden in der Nähe von Sabha eine spanische Staatsangehörige und drei libysche Staatsangehörige entführt.
  • Am 19. September 2016 wurden in Ghat zwei Italiener und ein Kanadier entführt.
  • Im November 2015 wurden zwei serbische Staatsangehörige entführt.
  • Im Juli 2015 wurden vier italienische Staatsangehörige entführt.
  • Im Januar 2015 wurden 21 in Sirte entführte ägyptische Kopten von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ enthauptet.

Auch das Risiko von Anschlägen besteht im ganzen Land. Beispiele:

  • Am 9. Februar 2018 wurden bei einem Anschlag auf eine Moschee in Bengasi zwei Personen getötet und zahlreiche verletzt.
  • Am 24. Januar 2018 forderte eine Autobombe in der Nähe einer Moschee in Bengasi mehr als 30 Todesopfer und über 30 Personen wurden verletzt.
  • Am 21. Januar 2017 explodierte eine Autobombe in der Nähe der italienischen Botschaft in Tripolis.
  • Am 7. Januar 2016 wurden bei einem Selbstmordattentat auf einen Polizeiposten in Zliten mehr als 50 Personen getötet und über 100 verletzt.

Die Kriminalitätsrate ist hoch.
Zudem muss davon ausgegangen werden, dass Waffen aus dem Bürgerkrieg von 2011 in die Hände von Kriminellen geraten sind.

Nützliche Adressen

Schweizer Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste Schweizer Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizer Botschaft in Tunis
Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und für die Richtigkeit des Inhalts von verlinkten externen Internetseiten. Es lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.