Gültig am:
Publiziert am: 19.05.2020

Die Lagebeschreibung ist aktualisiert worden. Die Empfehlungen bleiben unverändert gültig.


Reisehinweise für Somalia

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

Neues Coronavirus (COVID-19): DER BUNDESRAT RÄT SEIT DEM 13. MÄRZ 2020, BIS AUF WEITERES AUF NICHT DRINGLICHE AUSLANDREISEN ZU VERZICHTEN.
Erkundigen Sie sich bei der Botschaft des Ziellandes in der Schweiz, ob Einreiserestriktionen bestehen, oder ob es innerhalb des Landes Reisebeschränkungen gibt.
ausländische Vertretungen in der Schweiz

Grundsätzliche Einschätzung

Von Reisen nach Somalia und Aufenthalten jeder Art wird abgeraten.

Schweizer Staatsangehörige, die entgegen der Empfehlung des EDA nach Somalia reisen, müssen sich bewusst sein, dass die Schweiz praktisch keine Möglichkeiten zur Erbringung von Dienstleistungen oder Hilfeleistungen in Notfällen hat.

Seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs 1991 ist Somalia als Einheitsstaat zerfallen. Seit 2012 gibt es in Mogadischu zwar wieder eine international anerkannte, föderale Regierung. Sie kann jedoch die Staatsgewalten nur in wenigen Gebieten ausüben.

In verschiedenen Landesteilen finden militärische Operationen der AMISOM (Mission der Afrikanischen Union in Somalia) und der somalischen nationalen Armee gegen die terroristischen Al-Shabaab-Milizen statt. Ausserdem gibt es immer noch Kampfhandlungen zwischen den verschiedenen somalischen Bürgerkriegsparteien. Es besteht landesweit die Gefahr von Minen und Blindgängern.

Es besteht ein hohes Entführungsrisiko. Entführungsopfer werden sowohl einheimische als auch ausländische Staatsangehörige (Mitarbeitende von Hilfsorganisationen und ausländischen Firmen). Beispiele: Im August 2018 wurden mehrere Mitarbeiter der somalischen Gesellschaft vom Roten Kreuz in der Nähe von Baidoa entführt. Im Mai 2018 wurde eine ausländische Mitarbeiterin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuzes in Mogadischu entführt.

Im ganzen Land besteht ein hohes Risiko von Terroranschlägen. In Mogadischu sowie im Süden und Zentrum des Landes werden besonders viele Anschläge verübt. Sie richten sich hauptsächlich gegen die lokalen Behörden sowie gegen in- und ausländische Sicherheitskräfte. Auch zivile Ziele wie Märkte, Strassenkreuzungen und öffentliche Verkehrsmittel werden immer wieder angegriffen. Zudem werden gezielt Anschläge gegen humanitäre Organisationen, ausländische Staatsangehörige und Einrichtungen, in denen sich ausländische Staatsangehörige häufig aufhalten verübt, z.B. Restaurants, Hotels und die Umgebung des internationalen Flughafens. Am 14. Oktober 2017 forderte ein besonders schwerer Anschlag in der Nähe eines Hotels in Mogadischu mehrere Hundert Todesopfer und Verletzte. Seither haben weitere schwere Anschläge im ganzen Land stattgefunden. Zum Beispiel hat am 28. Dezember 2019 ein Anschlag mit einer Autobombe an einer Kreuzung in Mogadischu mehr als 90 Tote und über 100 Verletzte gefordert.

Beachten Sie auch die Rubrik Terrorismus und Entführungen.
Terrorismus und Entführungen

Gewaltkriminalität ist verbreitet. Im Indischen Ozean und in den somalischen Gewässern ist es wiederholt zu Piratenüberfällen gekommen. Beachten Sie die spezifischen Informationen:
Maritime Piraterie

Nützliche Adressen

Schweizerische Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste schweizerische Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizer Botschaft in Nairobi, Kenia

Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und für die Richtigkeit des Inhalts von verlinkten externen Internetseiten. Es lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.