Zsuzsanna Gahse

Montag, 03.02.2020 – Montag, 03.02.2020

Literatur; Performance

Zsuzsanna Gahse
Zsuzsanna Gahse © Yves Noir

»Wie ein Gerippe« steht zu Beginn von Zsuzsanna Gahses neuem Prosaband der leere Bücherschrank im Raum. Ihre Protagonisten löschen eingehende und ausgehende E-Mails, gießen die Blumen nicht mehr, entsorgen Notizen. In der radikalen Leere entfalten die alten Räume neue Möglichkeiten: was früher eine Wohnung war, wird zum Theater. Am Ende des Bands hebt sich der Vorhang. Gahse lässt nicht nur die fiktionalen SchauspielerInnen improvisieren (»relativ spontanes freies Theater« nennt sie das), auch der Text selbst spiegelt in assoziativ-fragmentarischer Form, wie durch Entrümpeln des allzu Bekannten Möglichkeitsräume neu vermessen werden. - Der Einblick in die Poetikvorlesung wird die literarische Lesung vertiefen und Stichworte für das Autorinnengespräch bieten, etwa: Topographie, Tempo, Theater.

Zsuzsanna Gahse, *1946 in Budapest, lebt als Schriftstellerin und Übersetzerin (u.a. Péter Esterházy, Péter Nádas) in Müllheim, Kanton Thurgau. Ausgezeichnet u.a. mit dem Grand Prix Literatur der Schweizer Literaturpreise. Zuletzt erschienen: Siebenundsiebzig Geschwister (2017).

Lesung:

3.  Februar 2020, 19 Uhr 

Ort: Alte Schmiede, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien