Serbien

Die Schweiz unterstützt Serbien auf dem Weg zur regionalen und europäischen Integration. Dies wird erreicht, indem effiziente und effektive demokratische Institutionen und Prozesse gestärkt und ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum für alle gefördert wird. Zu den Kernbereichen der Zusammenarbeit gehören die Unterstützung lokaler Gouvernanz, wirtschaftliche Entwicklung und Beschäftigung sowie nachhaltiges Energiemanagement und Stadtentwicklung.

© EDA

Der Zerfall Jugoslawiens hat in den 90er Jahren Serbiens Wirtschaft und Infrastruktur stark zugesetzt. Seither hat Serbien bereits viele Fortschritte gemacht. 2014 begannen die Beitrittsverhandlungen mit der EU, zahlreiche vielversprechende Reformen für die öffentliche Verwaltung und die Wirtschaft wurden beschlossen und die Arbeitslosigkeit ist rückgängig. Es bestehen jedoch weiterhin grosse Herausforderungen, um das Wohlergehen aller sicherzustellen. Noch immer sind gerade in ländlichen Regionen viele Leute von Armut und Arbeitslosigkeit betroffen. Die Wirtschaft wächst langsam und auch die EU-Beitrittsverhandlungen kommen nur schleppend voran.

Demokratische Regierungsführung

Die Schweiz unterstützt Serbien beim Dezentralisierungsprozess. Sie trägt dazu bei, dass lokale Verwaltungen und Regierungen transparent und effizient handeln und qualitativ hochstehende Dienstleistungen gemäss den Bedürfnissen der gesamten Bevölkerung und des Privatsektors bereitstellen. Bürger und Bürgerinnen, Gemeinden und zivilgesellschaftliche Organisationen werden unterstützt, damit auf lokaler und nationaler Ebene die Interessen und Bedürfnisse aller berücksichtigt werden und die Regierung zur Rechenschaft verpflichtet wird.

Staats- und Wirtschaftsreformen

Wirtschaftliche Entwicklung und Beschäftigung

Die Schweiz setzt sich in Serbien für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum ein. Einerseits werden die Rahmenbedingungen für serbische Unternehmen verbessert, damit diese einen besseren Zugang zu ausländischen Märkten und zu Finanzierungsmöglichkeiten erhalten. Andererseits werden Innovation und Unternehmertum gefördert, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Die Schweiz fördert die Entwicklung einer funktionierenden, effizienten und effektiven Finanzverwaltung mit einer transparenten Rechenschaftslegung. Um die hohe Arbeitslosigkeit zu reduzieren, wird insbesondere für Jugendliche und benachteiligte Gruppen das Angebot an marktorientierter Berufsausbildung ausgebaut.

Privatsektorentwicklung und Finanzdienstleistungen

Nachhaltiges Energiemanagement und Stadtentwicklung

Eine verbesserte Energieeffizienz und die vermehrte Nutzung erneuerbarer Energien tragen nicht nur zu einem verminderten CO2-Austoss bei, sie sind auch Voraussetzung für einen EU-Beitritt. Mit innovativen Projekten unterstützt die Schweiz Serbien darin, erneuerbare Energien (wie zum Beispiel Biomasse und Geothermie) vermehrt zu fördern und somit die CO2-Emissionen zu reduzieren. Durch die Rehabilitierung von Fernwärmenetzen und Sanierung von öffentlichen Gebäuden wird die Energie effizienter genutzt. Eine langfristige Energieplanung sowie eine verbesserte Verwaltung städtischer Infrastruktur sollen zudem dazu führen, dass Städte und Gemeinden besser auf mögliche Risiken vorbereitet sind.

Migration

Die 2009 zwischen der Schweiz und Serbien abgeschlossene Migrationspartnerschaft hat zum Ziel, die Herausforderungen der Migration gemeinsam anzugehen und deren wirtschaftliches und soziales Potenzial zum Vorteil des Landes zu nutzen. Verschiedene Massnahmen werden dazu unterstützt, z.B. die Wiedereingliederung von Rückkehrern sowie die Verhinderung von irregulärer Migration.

Migration

Herangehensweise und Partner

Die Schweiz koordiniert ihre Transitionszusammenarbeit eng mit den örtlichen Behörden, anderen Geberländern und internationalen Organisationen wie der EU, der UNO und den internationalen Finanzinstitutionen (IFI). Alle Programme der DEZA und des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) integrieren die Prinzipien der guten Regierungsführung und der Gleichstellung von Frauen und Männern.

Wichtige Partner der Schweiz in Serbien:

  • Ministerien, Stadt-und Gemeindebehörden, nationaler Gemeindeverband
  • Schweizer und lokale NGOs
  • Bilaterale und multilaterale Partner: EU, Deutschland, Weltbank und Internationaler Währungsfonds (IWF), Welthandelsorganisation (WTO), Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), UNDP, UNICEF, Büro der Vereinten Nationen für Projektdienste (UNOPS), Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Aktuelle Projekte

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Kapazitätsaufbau in serbischen Gemeinden

Rund 50 Parlamentarierinnen und Parlamentarier im Plenum.

01.01.2018 - 31.12.2021

Die Schweiz unterstützt die serbische Regierung bei der Reform der lokalen Verwaltungen (Public Administration Reform). Diese sollen effizienter, bürgernäher und für den Privatsektor vermehrt geöffnet werden. Das Projekt SwissPRO unterstützt 99 Gemeinden (zwei Drittel aller Gemeinden des Landes), bei der Verbesserung der Gouvernanz, der sozialen Inklusion und der Förderung der Gleichstellung der Geschlechter.

Land/Region Thema Periode Budget
Serbien
Governance
Menschenrechte
Gender
Dezentralisierung
Menschenrechte (inkl. Frauenrechte)
Organisationen für die Gleichstellung der Frau

01.01.2018 - 31.12.2021


CHF 7'000'000



Private und öffentliche Akteure spannen zusammen – ein Bildungsprojekt in Serbien

In einem grossen Raum sitzen fünf Frauen hintereinander an Nähmaschinen und nähen.

01.10.2014 - 30.09.2018

Die Wirtschaftskrise hat die Wettbewerbsfähigkeit Serbiens geschwächt. Den Unternehmern fehlen qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, obschon die Jugendarbeitslosigkeit in Serbien verhältnismässig hoch ist. Ein DEZA-Projekt mit integrativem Ansatz löst beide Probleme in einer besonders vielversprechenden Branche.

Land/Region Thema Periode Budget
Serbien
Beschäftigung & Wirtschaftsentwicklung
KMU Förderung
Schaffung von Arbeitsplätzen

01.10.2014 - 30.09.2018


CHF 5'530'000



Soziale Integration von Roma-Kindern beginnt in der Schule

Eine Gruppe Roma-Kinder beim Basteln in der Schule.

15.06.2013 - 31.12.2018

In Serbien wie auch in anderen Ländern Osteuropas haben nicht alle Kinder die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Die DEZA setzt sich in Serbien seit 2004 dafür ein, dass Roma-Kinder und Kinder mit Behinderungen besser in Vor- und Primarschulen integriert werden. Je früher die Ausgrenzung besonders benachteiligter Menschen bekämpft wird, desto grösser sind später ihre Chancen, sich in die Gesellschaft zu integrieren.

Land/Region Thema Periode Budget
Serbien
Bildung
Bildungspolitik

15.06.2013 - 31.12.2018


CHF 8'460'000



Schaffung von Arbeitsplätzen im Tourismus und in der Produktion von traditionellen Gütern

Himbeerernte in Serbien.

01.06.2013 - 31.05.2017

In Serbien ist die Arbeitslosigkeit nach wie vor hoch. Die DEZA unterstützt ein Projekt zur Verbesserung der Einkommenssituation und der Beschäftigungsmöglichkeiten der Bevölkerung im Süden und Südwesten des Landes. Im Vordergrund stehen Jugendliche und Frauen. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen die beiden Sektoren Tourismus und traditionelle Produkte leistungsfähiger werden.

Land/Region Thema Periode Budget
Serbien
Beschäftigung & Wirtschaftsentwicklung
KMU Förderung

01.06.2013 - 31.05.2017


CHF 3'200'000



Roma beteiligen sich an der Verbesserung ihrer Lebenssituation

Eine Roma-Familie baut Mauern für ihr Haus.

01.05.2013 - 31.12.2017

Roma leben in Serbien unter schwierigen sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen. 60% dieser Bevölkerungsgruppe werden als «sehr arm» eingestuft. In vielen Roma-Siedlungen leben die Menschen in beengten Verhältnissen, mit einer schlechten Infrastruktur und unter ungenügenden hygienischen Bedingungen. Das Projekt hat zum Ziel, die Lebensbedingungen der Roma in den Bereichen Wohnen, Arbeit und Einkommen zu verbessern sowie ihre Rechte zu gewährleisten und zu stärken.

Land/Region Thema Periode Budget
Serbien
Governance
Bildung
Gesundheit
Dezentralisierung
Bildungspolitik
Stärkung der Gesundheitssysteme

01.05.2013 - 31.12.2017


CHF 4'538'000



Ausbildungsfonds für Roma

01.10.2012 - 31.12.2014

Armut und Randständigkeit der Roma in den osteuropäischen Ländern (rund 10 Millionen Menschen) sind noch immer verbreitet. Ein tiefes Bildungsniveau ist zugleich Grund und Folge der Armut und verhindert so auch die gesellschaftliche Integration.

Land/Region Thema Periode Budget
Westbalkan
Bildung
Andere
Bildungspolitik

01.10.2012 - 31.12.2014


CHF 2'273'000



Stärkung von Aufsichtsfunktion und Transparenz des serbischen Parlaments

Aussenansicht des serbischen Parlaments

15.08.2012 - 15.11.2015

Die DEZA unterstützt in Zusammenarbeit mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) das serbische Parlament darin, öffentliche Ausgaben besser zu überwachen und als Institution näher bei den Bürgerinnen und Bürgern zu sein. Um die Anliegen aller Bürgerinnen und Bürger im Parlament zu repräsentieren, sind zusätzliche Konsultationsmechanismen dringend erforderlich.

Land/Region Thema Periode Budget
Serbien
Governance
Weiterentwicklung von Recht und Rechtsprechung
Steuerung der öffentlichen Finanzen
Dezentralisierung

15.08.2012 - 15.11.2015


CHF 1'000'000



Stärkung der lokalen und regionalen Wirtschaft dank verbesserter Rahmenbedingungen

Dank finanzieller Unterstützung wird die lokale und regionale Wirtschaft in Ostserbien gefördert.

15.06.2012 - 31.03.2017

Die Schweiz unterstützt Serbien bei der Entwicklung von Gemeinden im strukturschwachen Osten des Landes. Unter Berücksichtigung der guten Regierungsführung sollen die Gemeinden gestärkt und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessert werden. Durch den Beitrag der Schweiz erhalten die lokalen Regierungen mehr finanzielle Möglichkeiten für die Einführung und Verbesserung von Dienstleistungen für die Öffentlichkeit.

Land/Region Thema Periode Budget
Serbien
Governance
Dezentralisierung
Steuerung der öffentlichen Finanzen

15.06.2012 - 31.03.2017


CHF 3'565'000



Eine Plattform für die Diaspora

Startseite albinfo.ch

01.05.2010 - 31.05.2013

Albinfo.ch vernetzt die albanischsprachige Diaspora innerhalb der Schweiz und mit ihren Herkunftsländern. Kontakte und Austausch ermöglichen ihr, zu sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungen in ihrer Heimat beizutragen. Die Schweiz unterstützt diese Plattform finanziell.

Land/Region Thema Periode Budget
Westbalkan
Migration
Governance
Diaspora und Entwicklungszusammenarbeit
Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT)

01.05.2010 - 31.05.2013


CHF 470'000



Strengthening regional cooperation on migration in the Western Balkans

01.11.2023 - 31.12.2027

In light of diversifying migration patterns and challenges with increasing regional dimensions, the migration policy priorities of Western Balkan governments are changing and the relevance of regional dialogue, coordination and cooperation is growing. This proposal seeks to promote coherent and effective regional governance of migration in all its multifaceted dimensions contributing to greater social cohesion and regional integration in the Western Balkans.


Geplantes Projekt

For an Active Civil Society -Together (ACT)

01.10.2023 - 30.09.2027

The programme supports higher participation of civil society and all citizens (men and women) in decision-making, particularly at the local level. Civil society organizations (CSOs) are strengthened to rebuild the links with citizens and increase their capacities in order to better reflect citizens’ needs. Civil society organizations will better cooperate with each other and establish partnerships with local authorities to address communities’ needs and improve public services to citizens.


Coordination and society-wide dialogue on implementing the 2030 Agenda in Serbia - SDGs for all

01.03.2019 - 31.07.2022

The project is a contribution to support an innovative society-wide dialogue on the priorities of Agenda 2030, which leads to citizen-oriented and inclusive policies that contribute to sustainable development. Civil society is supported to influence development priorities through multi-stakeholder platforms, the Government is strengthened to better coordinate and finance Agenda 2030 implementation and the quality and availability of data for Agenda 2030 implementation is improved.

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